Das Altenburger Land

Bildmotiv: Die hundertjährige Eiche von Nöbdenitz

Der Landkreis Altenburger Land ist der östlichste Zipfel Thüringens, direkt am Länderdreieck Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt. Die sanfte Hügellandschaft wird von kleineren und größeren Tälern mit Waldstückchen durchbrochen. Die fruchtbaren Böden des Altenburger Landes brachten stolze und wohlhabende Bauern hervor, die ihren Erfolg mit ihren imposanten Vierseithöfen auch nach Außen gern demonstrierten. Das Brauchtum wird heute liebevoll gepflegt und kann bei zahllosen Dorffesten hautnah erlebt werden. In den vielen oft romantisch gelegenen Dörfern kann man viel entdecken: bei Hartha sind die Ziegen zu beobachten, deren Milch Rohstoff für den Altenburger Ziegenkäse ist, bei Vollmershain gibt es eine Straussenherde und Dammwild am Wegesrand. Bauerngärten sind eine wunderschöne Tradition die überall hoch gehalten wird und deren Pracht im Sommer zu bewundern ist. Auf Rittergütern und Höfen kann man seinen Proviant direkt vom Produzenten kaufen oder auch selbst pflücken.

Wasserratten, Angler und Seglern bieten zahlreiche Teiche, das Staubecken Pahna und der beeindruckende Haselbacher See mit seinen modernen Wassersportanlagen beste Bedingungen für viel Spaß. Eine Fahrt mit der Kohlebahn ist für Jung und Alt ein Erlebnis und der Umbau der ehemaligen Bergbaulandschaften von Braunkohle und Wismut, auf deren Gebiet die Bundesgartenschau 2007 stattfand, ist spannend zu beobachten. Ganz in der Nähe, in Nöbdenitz, finden sich die größten Kamillenfelder Europas. Hier werden Heilpflanzen in großem Stil angebaut. Unweit davon finden sie eine hohle, 1000jährige Eiche, deren Inneres der Altenburger Geheimrat Hans Wilhelm von Thümmel 1824 als seine Grabstätte wählte.

Gemütliche Gasthäuser laden allerorten ein, die Spezialitäten der fruchtbaren Region zu kosten: Schmöllner Mutzbraten, die leckeren Bauernkuchen, den Hugglkuchen, den Ziegenkäse, den Altenburger Likör und das süffige Altenburger Bier.

Wenn sie das Altenburger Land kennen lernen wollen, sollte ein Besuch der Burg Posterstein mit Museum und Burgkirche nicht fehlen. Ebenso sehenswert sind die mittelalterliche Marktanlage von Schmölln und der Pfefferberg oder die barocke Orangerie im Seckendorff-Park von Meuselwitz. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zu den Schlössern im Altenburger Land, wie Windischleuba, Ehrenberg oder Dobitschen. Für Musikfreunde ein Muss dürfte die Kirche in Ponitz sein. Sie weist eine ganz besondere Kostbarkeit auf: Eine Orgel vom wohl bekanntesten deutschen Orgelbauer Johann Gottfried Silbermann.

Das Altenburger Land bietet viele Reize für mehr als einen Besuch.

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