Elstertal - Landschaft mit Vielfalt
Die Weiße Elster prägt den östlichsten Teil Thüringens und fließt aus dem sächsischen Vogtland kommend durch Greiz und Gera, ehe sie hinter Leipzig in die Saale mündet. Ein Teilstück des 400 km langen „Thüringenwegs“ verläuft zwischen Altenburg, Greiz, Berga, Gera und Bad Köstritz durch ein landschaftlich interessantes Gebiet. Die Talaue der Weißen Elster mit ihren flussbegleitenden Hangwäldern liegt im Bereich der Ostthüringisch-Vogtländischen Hochfläche. Als 1950 der Wismutbergbau begann, fielen zahlreiche Orte dem Bergbau zum Opfer, das ökologische Gleichgewicht wurde nachhaltig gestört. Die seit 1990 erfolgende Revitalisierung der ehemaligen Tagebaulandschaften setzt Zeichen für ähnliche Projekte in der ganzen Welt. Bis zur BUGA im Jahr 2007 entstand auf den ehemaligen Halden eine „Neue Landschaft“, die Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie neue Produktionsflächen intelligent verbindet.
Die herrlichen Anlagen der Kur- und Dahlienstadt Bad Köstritz auf der einen und die derzeit entstehenden großen Naherholungsgebiete zwischen Ronneburg und Gera auf der anderen Seite, verbinden auf reizvolle Weise die kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten der großen Stadt Gera mit dem ruhigen und traditionsreichen Leben in den umliegenden ländlichen Regionen. Besucher, die einmal hier waren, werden gern wiederkommen!
Greiz „Perle des Vogtlandes“
www.greiz.de
Die Kreisstadt im Tal der Weißen Elster ist bekannt für ihre beiden Residenzschlösser und das Sommerpalais der Fürsten Reuß ältere Linie. Die Umgebung der Stadt lädt zum Radeln und Wandern ein. Greiz liegt am 220 km langen „Vogtland-Panoramaweg“ (ausgezeichnet als „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“) und ist Durchfahrtsort des „Elsterradwanderweges“. Vom Weißen Kreuz kann man den herrlichen Ausblick ins Elstertal genießen.
Weitere Ausflugsziele sind in kurzer Zeit erreichbar. Die Göltzschtalbrücke – die größte Ziegelsteinbrücke der Welt - mit dem großen Gasfesselballon, der aus der Höhe das reizvolle Vogtland so anschaulich werden lässt, gilt als technisches Denkmal von internationalem Rang. Der Kuhberg bei Netzschkau, von dessen 20 m hohem Aussichtsturm man weit in das Vogtland und auf die auslaufenden Höhenzüge des Erzgebirges blicken kann, ist Ziel ausgiebiger Wanderungen in den umliegenden Waldgebieten.
Langenwetzendorf mit dem historischen Angerdorf Nitschareuth
www.langenwetzendorf.de
In der Umgebung Langenwetzendorfs gibt es ein Netz gut beschilderter Wander- und Radwanderwege, die beste Voraussetzungen für aktive Erholung bieten. Auch das Erlebnissommerbad ist bei Alt und Jung in der Region sehr beliebt.
Von der Elster bei Neumühle kommend, erreicht man nach einer Wanderung durch den Wald den Ort Nitschareuth mit seinem denkmalgeschützten Dorfanger. Das dort befindliche und ganzjährig geöffnete Bauernmuseum mit Bauern- und Kräutergarten vermittelt sehr anschaulich einen Eindruck vom Leben auf dem Lande. Bei rechtzeitiger Anmeldung können kleine Gruppen im Museumsbackofen Brot oder Kartoffelkuchen backen. Im Museumscafè kann man jederzeit einkehren. Mit viel Liebe haben die Dorfbewohner Hausrat und Arbeitsgeräte zusammengetragen um auch der jungen Generation die alten Traditionen nahe zu bringen.
Berga an der Elster
www.stadt-berga.de
Das kleine Städtchen liegt malerisch im Tal der weißen Elster, umgeben von bewaldeten Höhenzügen. Die Bergaer Burg – bereits frühzeitig als Ritterburg genutzt - erhebt sich nördlich der Stadt auf einem Bergsporn und ist derart von der Bewaldung umschlossen, dass sie darin nahezu verschwindet. Leider fiel das „Bergaer Schloss“ 1994 einem verheerenden Brand zum Opfer.
Großen wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Städtchen mit dem Bau der Elstertalbahn („Vogtlandbahn“), die auch heute noch zu erlebnisreichen Bahnfahrten durch das Vogtland bis hin nach Tschechien und Franken einlädt. Die wunderschöne Lage des Ortes und die Vielzahl der Ausflugsmöglichkeiten in und um Berga ziehen jedes Jahr viele Feriengäste an.
Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Kunsthandwerkermärkte und Veranstaltungen im Kulturhof im Ortsteil Zickra, Einmal im Quartal präsentieren hier Künstler und Handwerker Erzeugnisse Ihres Könnens und ziehen damit Besucher aus der gesamten Region magisch an.
Wünschendorf - "Das Tor zum Elstertal"
www.wuenschendorf.de
In idyllischer Lage des Elstertales liegt der kleine Ort Wünschendorf. Die über 1000jährige wechselvolle Geschichte des Ortes begann um 974. In den Ortsteilen Veitsberg, Mildenfurth und Cronschwitz befinden sich sakrale Bauten, die die Wichtigkeit des Ortes im Mittelalter erahnen lassen. Die 71 m lange, überdachte Holzbrücke über die Elster ist eine ausgesprochene Seltenheit in Thüringen, die erstmalig im 13. Jahrhundert errichtet und mehrfach nach Zerstörungen durch den Eisgang immer wieder aufgebaut wurde. Die bis heute erhalten gebliebene Originalkonstruktion stammt aus dem Jahr 1786.
Die Veitskirche, deren Gründung auf das Jahr 974 zurückgehen soll, ist eine sakrale Kostbarkeit, da sie die älteste Kirche im Gebiet des Vogtlandes ist. Auch die Klosteranlagen Cronschwitz und Mildenfurth zeugen von der langen Geschichte des Ortes. Die beiden dort tätigen Ordenshäuser zählen zu den frühesten Klostergründungen im Vogtland. Das Dominikanerinnenkloster Cronschwitz war Stift für unverheiratet gebliebene adlige Töchter der Vögte und die letzte Ruhestätte der Vögte von Weida. Das Prämonstratenserkloster Mildenfurth entstand im Jahr 1193. Reste der ehemaligen Kirche, einer spätromanischen Pfeilerbasilika mit Kapitelsaal, Refektorium, Kreuzgang und Ummauerung sind noch heute zu besichtigen.
Die wunderbare Landschaft des mittleren Elstertales und der zauberhafte "Märchenwald" mit seinen bunten, hölzernen Figuren und Szenen die vom Wasser des Kamnitzbaches angetrieben werden üben einen großen Reiz auf die Gäste der Region aus.
Bad Köstritz - Stadt der drei „B“
www.stadt-bad-koestritz.de
Bad Köstritz ist eine kleine aufstrebende Stadt am nördlichen Ausgang des Thüringer Vogtlandes. Bekannt wurde die Stadt durch die drei „B“ – Bier, Bad und Blumen. Seit 1543 wird in der Stadt Bier gebraut. Die Reußisch-Fürstliche Brauerei begründete Ende des 19. Jahrhunderts den guten Ruf des Köstritzer Schwarzbieres, das inzwischen für jeden Bierkenner ein Begriff ist.
Die Stadt wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1364 benannt, der Ort selbst ist aber weit älter. Über ihm erhebt sich die Kirche „St. Leonhard“ mit dem eigenwilligen Turm, der die Handschrift K. F. Schinkels trägt. Über viele Jahrhunderte herrschten Vogtländische Junker in der Region, bevor die Rittergüter ab 1678 in den Besitz der Schleizer Reußen jüngerer Linie gelangten. Das Köstritzer Schloss wurde nach seiner Fertigstellung 1704 zu einer kleinen, landesweit bekannten Residenz. Berühmte Persönlichkeiten der Stadt sind der Komponist Heinrich Schütz und der Dichter Julius Sturm.
Gegenwärtig bemühen sich die Stadtväter darum, das Kurwesen im ehemaligen Solebad wieder zu beleben. Seit 1826 werden in der Stadt Dahlien gezüchtet, zurückgehend auf den Vater der Deutschen Dahlienzucht, Christian Deegen. Seit über 25 Jahren feiert man jährlich mit Tausenden Gästen das Dahlienfest mit der Wahl einer „Dahlienkönigin“, die für jeweils ein Jahr die Stadt Bad Köstritz öffentlich präsentieren darf.


Service
News
e-Cards
Hilfe
Anreise




