Reussische Fürstenstraße

Verlauf Reussische Fürstenstraße

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Von Hirschberg über Lobenstein, Saalburg-Ebersdorf, Schleiz, Zeulenroda-Triebes, Greiz, Weida und Gera bis hin nach Bad Köstritz und Schmölln erstreckt sich auf einer Länge von 110 km das Land der ehemaligen Reußen, die der kulturhistorischen Ferienstraße im Osten des Freistaates Thüringen ihren Namen gaben.

Der zwischen 1122 und 1124 geborene Friedrich III. von Schwaben wurde 1155 zum Kaiser Friedrich I. gekrönt. Aber bereits in der urkundlichen Ersterwähnung Weidas 1122 steht Erkenbert de Withaa in den Diensten Kaiser Heinrich V. Und 1163 begann Heinrich I. der Tapfere den Bau der jetzigen Burg in Weida, kurz vor der Geburt Heinrich II. dem Reichen. Diese Weidaer waren Gefolgsleute Herzogs Heinrich des Löwen. Erst in dem Streit zwischen dem Löwen und Barbarossa wechselte Heinrich II. der Reiche um 1180 geschickt auf die Seite des Kaisers Barbarossa  und konnte sich auch außerordentlich erfolgreich verheiraten.

Der als Stammvater des Hauses REUSS geltende Erkenbert I. verstarb am 1.8.1163/69 oder um 1143 und wurde in der Kirche St. Veit beigesetzt, die zu dem von ihm verwalteten Territorium Weida gehörte. Nach Ächtung Heinrich des Löwen 1180 wird Heinrich von Weida durch Kaiser Barbarossa als Reichsministerialer bestätigt und zusätzlich mit der hohen Gerichtsbarkeit ausgestattet, die sonst Markgrafen vorbehalten war. Die Herren zu Weida nannten sich fortan "Vogt" (advocatorus) und gaben der Landschaft damit den Namen (Vogtland - terra advocatorum).

Im Laufe der Jahre bildeten sich viele Linien, von denen  viele wieder ausstarben. Das Reußenland wurde somit zu einem Muster deutscher Kleinstaaterei. Die 1919 verbliebenen Fürstentümer Reuss ältere Linie und Reuß jüngere Linie vereinigten sich zum Volksstaat Reuß mit der Hauptstadt Gera.

Im heutigen Wappen des Freistaates Thüringen symbolisiert einer der 8 Sterne die ehemaligen reußischen Länder.

Kulturhistorisch ist die Reußische Fürstenstraße die Fortsetzung und damit Bestandteil der bekannten Thüringer "Klassikerstraße". Den vielen reußischen Kleinstaaten verdanken wir eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, die entlang der Ferienstraße besichtigt werden können. Gut erhaltene Schlösser und Parkanlagen bieten interessante Einblicke in die Vergangenheit. Die Mittelgebirgslandschaft mit ihren vielen Tälern und Talsperren lädt mit einem ausgedehnten Wanderwegenetz zur aktiven Erholung ein.

Eine Reise entlang der reußischen Fürstenstraße ist für jeden Gast ein fürstliches Vergnügen!

 

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